Das Kollektiv Pacha ist eine Initiative der Schweizer Journalistin und Autorin Nicole Maron Oscamayta, die mit der Praxis des klassischen Journalismus brechen will, welcher oft – bewusst oder unbewusst – auf ­einer kolonialen und eurozentrischen Grundhaltung beruht, die nur einen sehr eingeschränkten Teil der Wirklichkeit sichtbar macht. Das Kollektiv Pacha beruft sich auf ein journalistisches Manifest, mit dem eine alternative – bewusst dekoloniale – Art von Publikationen in die Praxis umgesetzt werden soll. Anregungen, konstruktive Kritik und Projektvorschläge für die Weiterentwicklung des Kollektiv Pacha sind explizit erwünscht.


Der Begriff «Pacha» umfasst in der andinen indigenen Spiritualität Kosmos, Zeit und Raum und stellt somit das Universum in seiner Gesamtheit dar. Wir nennen uns Kollektiv Pacha, weil wir anerkennen, dass alles, was existiert, eine grundlegende Bedeutung für die Erarbeitung unserer Publikationen hat. Dass nichts, was wir tun, allein unser Verdienst ist, sondern das Ergebnis eines Kollektivs: der Pacha. Denn im Grunde hat alles, was seit dem Urknall passiert ist, Anteil daran, dass wir heute genau das tun, was wir tun. In diesem Sinn können wir kein exklusives Ur­heberrecht auf irgendetwas erheben, am wenigsten auf unsere Publikationen, bei denen die Weisheit, die Erfahrungen und die Bedürfnisse unserer Interviewpartner_innen im Vordergrund stehen.

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