Das Blut des Flusses (Dokumentarfilm)

Zurzeit erarbeiten die beiden Journalistin Nicole Maron (Schweiz) und Vidal Merma (Peru) einen Dokumentarfilm über das Glencore-Bergwerk Antapaccay in Espinar (Cusco, Südperu). Der Bergbau hat gravierende Auswirkungen auf die Umwelt und auf die Gesundheit der lokalen Bevölkerung, welche auf Grund der Schwermetallbelastung teilweise schwer erkrankt. Die 13 betroffenen indigenen Gemeinden fordern seit fast 40 Jahren ihre Rechte ein, doch die Polizei unterdrückt die Proteste mit Gewalt.

Der Film ist eine Dokumentation, aber auch eine Anklage und ein Appell: Er zeigt nicht nur die Auswirkungen vor Ort auf, sondern thematisiert auch die Mitverantwortung der Schweiz als Sitz von transnationalen Konzernen wie Glencore und fordert, dass die Schweizer Regierung sowie die Unternehmen endlich Verantwortung übernehmen. Dafür ist das Engagement der Zivilbevölkerung unabdingbar, um mit Massnahmen wie der Konzern-Initiative politischen Druck auszuüben.

Ausserdem macht der Film deutlich, dass das globale Wirtschaftssystem auch heute noch auf Ausbeutung basiert, denn die im Süden geförderten Rohstoffe werden in erster Linie im Norden konsumiert – im Fall der Metalle landen sie in unseren Computern, Handys, Batterien oder Autos.

Es handelt sich um ein unabhängiges und selbstfinanziertes Projekt, welches nicht gewinnorientiert ist. Beiträge für die Deckung der Produktionskosten sind herzlich willkommen.

Der Trailer und zwei Ausschnitte aus Interviews geben einen Einblick in die Thematik. Texte zum Thema Bergbau und Konzernverantwortung finden Sie hier.


Screenings

1. April 2022, 17:00 Uhr – Teatro Municipal, Espinar (Peru)
Filmpremière mit Vertreter*innen der indigenen Gemeinden von Espinar und den Regisseuren Nicole Maron und Vidal Merma

1. Mai, 16:00 Uhr – Glaspalast Kasernenarreal, Zürich (Politprogram 1. Mai)
Filmausschnitt und Podiumsdiskussion mit Gewerkschaftsvertreter*innen aus Kolumbien und Peru, Nicole Maron (Regisseurin), Stephan Suhner (Multiwatch) und Yvonne Zimmermann (Solifonds)

13. Mai, 18:30 – Kinobar Leuzinger, Obere Bahnhofstr. 46, 8640 Rapperswil
Filmvorführung und Austausch mit Nicole Maron

20. Mai, 19:00 Uhr – Kirchgemeindehaus Maria Lourdes, Seebacherstrasse 3, Zürich
Filmpräsentation und Debatte mit Nicole Maron

24. Mai,19:00 Uhr – Peterskapelle Luzern
Filmausschnitt und Veranstaltung mit Comundo und der Katholischen Kirche Luzern. Referenten: Stephan Suhner (Multiwatch) mit Nicole Maron

28. Mai, 18:00 – Kino Gstaad. Filmvorführung und Austausch mit Nicole Maron

Es sind weitere Screenings in Peru und Bolivien vorgesehen. Daten folgen.


%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close